Bergmenschen auf der Bündner Haute Route

Eine Skidurchquerung im Engadin, weniger überlaufen und gemütlicher als die klassische Haute Route. Auf den vier Hütten der Bündner Haute Route spüren wir der sprichwörtlichen Schweizer Gastfreundschaft nach.

Blogbeitrag vom Bayerischen Rundfunk (BR) zur Serie Bergmenschen auf der Bündner Haute Route

Auf der Etappe bei der Grialetschhütte begleitet unser Bergführer David Hefti das Medienteam.

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Los geht’s mit Jill und Dani auf der Jenatschhütte. Die ist zum Saisonstart vor allem: bitterkalt.

Das Winterabenteuer beginnt gleich hinter dem weltbekannten Skiort St. Moritz: Abseits des Massentourismus, ruhig und ziemlich unbekannt führt die Bündner Haute Route durch die schier unendliche Weite der Albulaberge im Engadin. Auf Tourenskiern hangeln wir uns in dieser Staffel von Hütte zu Hütte. Sie sind nicht nur wichtige Stützpunkte auf der mehrtägigen Durchquerung. Hier erleben die Gäste die sprichwörtliche Schweizer Gastfreundschaft – und das unter den widrigen Bedingungen des Winters im Hochgebirge! Die Hüttenwarte, wie es in der Schweiz heißt, prägen jede dieser Unterkünfte ganz persönlich und individuell. Sie sind eben echte Bergmenschen.

Das junge Wirtspaar Jill und Dani freut sich zur Saisoneröffnung auf die “kleine heile Welt” der Jenatschütte. Dabei sind die Zustiege je nach Lawinenlage nicht ungefährlich. Warm und heimelig wird es im Winter auf über 2.600 Metern Höhe auch nicht von selbst. Um die eiskalte Hütte aus dem Winterschlaf zu holen, müssen Jill und Dani viel tüfteln. Wenn dann noch der Helikopter die richtigen Vorräte gebracht hat, klappt’s auch mit dem Dessert für die Gäste.

Auf der kleinsten Hütte der Tour, der Es-cha-Hütte, sorgen die jüngsten Hüttenwirte der Bündner Haute Route für das Wohl der Gäste. Silvana und Nicola legen sich ordentlich ins Zeug, spüren verschwundener Ausrüstung nach oder stimmen den Speiseplan mit den Nachbarhütten ab. Auch wenn nicht immer ganz klar ist, womit überhaupt gekocht werden kann, denn: Manchmal vertrauen die Wirtsleute darauf, dass Gäste Lebensmittel aus dem Tal mitbringen. Nusstorte aber geht immer – Silvana backt gleich in mehrfacher Ausführung im Voraus. Bei all dem gibt es immer eine gute Gelegenheit für eine freundliche
Unterhaltung.

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Auf der nächsten Etappe liegt die Schlüsselstelle der Tour: Über die Porta d’Es-cha nehmen einige Tourengeher den Piz Kesch mit, den bekanntesten Gipfel auf der der Bündner Haute Route, bevor sie auf der geräumigen Keschhütte einkehren. Dort gönnen sich die Wirtsleute Ursula und Balthasar selbst einen Ausflug auf Tourenskiern. Sorgen macht sich dort “Balz” nur um die Stromversorgung. Für den Fall der Fälle hat er einen sympathischen Plan B parat.

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In neuem Glanz strahlt die Grialetschhütte seit dem Umbau im Jahr 2022. “Sieht megamässig aus”, finden die Wirtsleute. Jeder hat sein Lieblings-Ausrüstungsteil dort oben auf 2.500 Metern gefunden: Tanja in der hochmodernen Küche – und Werner beim Einmotten seines “Töffs” im ehemaligen Eselstall. Schade nur, dass sie die Saison vorzeitig beenden müssen. Aber gegen das Schweizer Militär hat man als Hüttenwirt wenig zu melden und so wird die Hütte von Jahr zu Jahr zum militärischen Sperrgebiet.

Bergführer und Local David Hefti führt uns die vierte Etappe der Bündner Haute Route von der Kesch zur Grialetschhütte. Er zeigt und die schönsten Powderspots und verrät uns kleine Geheimnisse aus seiner Jugend.

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Skitour Bündner Haute Route
Total 4 Tage und rund 3’520 Höhenmeter Aufstieg.
Rund 4’500 Meter Abfahrt.
Wir übernachten in drei schönen SAC Hütten, zuerst in der Es-cha Hütte, dann in der Keschhütte und in der letzten Nacht in der Grialetschhütte.
Unsere Bergführer/innen sind in Kleingruppen von 4 bis maximal 6 Personen unterwegss.
Auch Splitboarder/innen dürfen bei uns auf die Bündner Haute Route mitkommen.

Bergsteigerschule pontresina

Möchtest du auch auf Skitourenskis die drei Hütten besuchen? Unsere Guides führen dich sicher von Hütte zu Hütte.

Mehr Einblicke findest du auf YouTube. Die Folge 4 mit unserem Bergführer David findest du gleich hier zum Nachschauen:

Autor: Markus Trischler, BR / Alle Fotos © BR Berge

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Publish date:
Februar 26, 2025
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