Vorbei am wunderschönen See Lägh da Cavloc zuhinterst im Val Forno liegt die Fornohütte. Hier erwartet einem eine unglaublich wilde Bergkulisse und feine, selbstgemachte Kuchen und Suppen. Ein kleines, verstecktes Paradies.
Chamanna Coaz CAS
Auf Hüttenbesuch
Go Vertical Hüttenportraits
Zuhinterst im Val Roseg, nahe am Gletscher und inmitten der Bernina-Gruppe. Die Chamanna Coaz ist für Familien und für Alpinisten gleichermassen ein Highlight. Ein ringer Zustieg, aber auch Gipfelziele und Felskletterei warten rund um die neu sanierte Hütte.

Die Chamanna Coaz im Portrait
| Höhe | 2610 m ü. M. |
| Region | Mitten im Hochgebirge des Engadins |
| Erreichbarkeit | Im Sommer zu Fuss, im Winter mit den Skis |
| Anzahl Schlafplätze | 55 |
| Besonderheiten | Umgebaut und neueröffnet im Sommer 2024 |
| Bewartungszeit | März-April, Juni – Oktober |
| SAC Sektion | Sektion Rätia |
| Hüttenwart/in | Andrea und Martin Walliser |
Der schönste Arbeitsort im Engadin
Für Andrea und Martin Walliser ist die Chamanna Coaz einer der schönsten Arbeitsorte im Engadin. Nahe am Gletscher, zuhinterst im wunderschönen Val Roseg. Eine imposante Gletscherwelt umgibt die Hütte, die Aussicht ist gigantisch. Sie leben sechs Monate dort, wo andere die Freizeit verbringen. Winter und Sommer haben ihre Eigenheiten – sowohl von den Umweltbedingungen wie auch von den Tourenmöglichkeiten und der Aussicht her.
„Das Allerschönste ist aber die Ruhe, am intensivsten am Morgen, nachdem alle Gäste die Hütte verlassen haben – nur das Rauschen des Wassers und der Wind – einfach schön.”
Andrea und Martin Walliser, Hüttenwarte Chamanna Coaz SAC

Schon seit ihrer Kindheit sind Andrea und Martin eng mit den Bergen verbunden. Beide bringen jahrzehntelange Erfahrung im Alpinismus mit und waren während vieler Jahre regelmässig als Hüttenmitarbeitende im Einsatz. In den letzten Jahren lag ihr beruflicher Schwerpunkt jedoch im medizinischen Bereich. Der Wunsch, gemeinsam ein eigenes Projekt zu verwirklichen, führte sie schliesslich zur Chamanna Coaz.
„Andrea stand schon mit drei Jahren auf den Ski und war viel auf Hochtouren im Sommer und Winter unterwegs. Martin ist ebenfalls seit seiner Jugend in den Bergen, hat die Bergführerausbildung vor 35 Jahren abgeschlossen und war über lange Zeit vorwiegend auf Expeditionen auf allen Kontinenten unterwegs. Wir hatten aber schon lange den Traum, einmal zusammen zu arbeiten und ein eigenes Projekt auf die Beine zu stellen. So ist es gekommen, dass wir uns auf die Suche nach einer SAC-Hütte gemacht haben und schlussendlich auf der Chamanna Coaz gelandet sind.”
Andrea und Martin Walliser, Hüttenwarte Chamanna Coaz SAC


„Unser Lieblingsplatz ist dort, wo am meisten läuft: in der Küche und am Pass. Im Sommer ist das Alpinistenfrühstück schon sehr früh am Morgen, lange bevor die Wanderer aus den Federn kriechen, und am Abend sind wir oft bis nach 23 Uhr ebenfalls in der Küche. “
Andrea und Martin Walliser, Hüttenwarte Chamanna Coaz SAC

Ausserhalb der Hütte ist der Lej Priscilla der Lieblingsplatz des Hüttenwartspaar. Der See liegt am Ende der Moräne die bei der Hütte aufhört und direkt unter dem Ostbollwerkt des Piz Chapütschin.
„Falls wir uns mal eine Stunde Auslauf gönnen können, gehen wir oft zum Baden zum Lej Priscilla. Die Ruhe, die Aussicht und das wunderbar warme Wasser machen die gut 300m Aufstieg lohnenswert. “
Andrea und Martin Walliser, Hüttenwarte Chamanna Coaz SAC
Zwischen Gletschern und Fels: eine Landschaft im Wandel
Gedanken von Andrea und Martin zu den Veränderungen rund um die Chamanna Coaz
Wie überall in den Alpen machen sich die Veränderungen des Klimas auch hier bei uns bemerkbar. Weniger Schnee im Winter erschwert den Zustieg zur Hütte, Altschneesituationen werden häufger und bedeuten eine anhaltende Lawinengefahr über den ganzen Winter, die Touren über die Gletscher sind tendenziell auch schwieriger. Trotz dem Ausdünnen und dem Rückzug der Gletscher gibt es immer noch viele und tiefe Spalten in der Sellagruppe.
Im Sommer zeigen sich durch die Gletscherrückgänge häufigere Felsstürze und Ausbrüche. Der Normalzugang zum Nordwestgrat des Chapütschin ist für viele im Aufstieg kaum mehr begehbar, die Abseilpiste muss angepasst und verlängert werden.
Aufgrund des Bergsturzes vom Piz Scerscen 2024 ist der Zugang durchs Val Roseg zum Lej da Vadret für «normale» Wanderer immer noch kaum begehbar und wird als Wanderweg in den nächsten Jahren wohl kaum mehr eingerichtet. Für die Chamanna Coaz geht so eine der schönsten Wanderungen verloren.
Die Wasserversorgung der Hütte funktioniert noch recht gut, ein Rückgang der Wassermenge im Winter und dann zusätzlich im späteren Herbst macht sich aber schon bemerkbar.
Viele Veränderungen in wenigen Jahren. Also hoffen wir, dass es wieder mal ein paar richtig schneereiche Winter gibt.




Touren rund um die Chamanna Coaz
Der Il Chaptüschin fällt schon von Pontresina mit seiner Schneekapuze auf, daher kommt auch sein Name, denn er leitet sich ab aus dem romanischen “chapütscha” was soviel wie “Kapuze, Haube, Mütze” heisst. Der Gipfel ist im Sommer, wie im Winter ein lohnenswertes Ziel. Mit einem Klick auf die Touren, erfährst du mehr dazu.

Mit den Bergführern von Go Vertical Mountain Guides entdeckst du die Umgebung und die Berge rund um die Chamanna Coaz SAC sicher und geführt. Weitere Infos findest du auf unserer Website oder direkt von unserem Buchungsbüro in Pontresina per Mail oder Telefon.